St. Aegidi-Keller, Weinkeller zu Bad Reichenhall, Kleinod aus der Zeit der Stauferkaiser; Anno Domini 1159



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St.Aegidi-Keller
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Geschichte

Chronik

Urkunde 1159

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Bilder nach 1980



Ich stelle mich vor

Ich bin ein, mitten im Herzen Bad Reichenhalls liegender, unter Denkmalschutz gestellter und in einen Neubau integrierter Weinkeller mit guter Gastronomie, dessen Gewölbe sich an die mittelalterliche Kirche St. Aegid lehnen, und aus „unvordenklicher“ Zeit (1159) stammen.

1159 – das war vor 851 Jahren;

das war die Zeit:

  • der Staufischen Kaiser (1152 – 1250),

  • der Mönchischen- und der Ritterlichen Kultur (Minnesänger),

  • des Kampfes um die Vorherrschaft zwischen Papsttum und Kaisertum.

  • Hildegard von Bingen

  • der Gründung Moskaus.

Meine Geschichte ist untrennbar verbunden mit der Geschichte der Kirche St. Aegid.

Sie beginnt mit dem Bau der Kirche anno 1159 auf dem Alten Markt des Thumer-Viertels; - genauer mit einer Urkunde.

In dieser Urkunde von 1159 erhält Heinrich, mit dem Beinahmen Loubecce, vom Salzburger Erzbischof Eberhard von Biburg (1147 bis 1164), die Erlaubnis auf seinem (Loubecces) Grund eine Kirche zu bauen.

Alles deutet darauf hin, dass Loubecce, mit dem Bau der Kirche, sich das Recht erkauft hatte Bier zu brauen und auszuschenken. z.B.

  • die „ Radizierte Brauerei- und Gastwirtschaftsgerechtsame“, die seit „unvordenklicher Zeit“ im Grundbuch eingetragen ist.
    (Was bedeutet: das heute noch gültige Recht Bier zu brauen und eine Gastwirtschaft zu betreiben);

  • oder die im Kirchenbau nicht übliche, völlige Unterkellerung der Kirche;

  • und anderes mehr.

Blick in den hinteren Teil des Gastraumes


Treppe in den Keller


Der Russische Hof; Ansicht von 1870

Bis 1674 findet sich keine Urkunde, die mir eindeutig zugeordnet werden kann.

1674 nannte man mich Kasererbräu. Es ist der älteste bekannte Name, festgehalten in einem Kaufbrief. Die Besitzer waren Josef Kaserer und Maria Eßlinger.

Die weiteren Besitzer überspringe ich.

In jüngerer Vergangenheit, im 19. Jahrhundert, nannte man mich Russischer Hof.
Der Russische Hof, damals auch Ratskeller, dessen Eigentümer, Ludwig Rumpf, noch Bier braute, war anspruchsvoller Gasthof und Hotel;
mit großem Speisesaal und glasüberdachter Veranda zur Poststraße hin.

Der Russische Hof war damals schon 1. Adresse in Bad Reichenhall, und das Reiseziel des russischen Adels und namhafter, betuchter Leute aus Russland, die hier Kur machten und die Stadt zum Blühen brachten.


Meine Vergangenheit und meine unmittelbare Verbindung zur Kirche haben Bruno Biernath (Sen.) bewogen, mich am 22. November 1978 käuflich zu erwerben und mir neuen Glanz zu geben. Mit seinen Entwürfen und seiner Gesamtplanung ist er der historischen Vorgabe, der kirchlichen Nachbarschaft und dem Denkmalschutz gerecht geworden und hat mir dadurch mein einmaliges Outfit gegeben.

Mit seiner Geschäftsgründung, am 06. September 1980, hat Bruno Biernath mich, allen Widersachern und Widrigkeiten zum Trotz, zu einer touristischen Attraktion gemacht, gastronomisch und architektonisch.


Großes Sonderlob und Dank an ihn für die gelungene Gesamtgestaltung und für die Aufwertung der Stadt gab's auch von der Stadt Bad Reichenhall.


Rittertafel



Auch alles, was auf den Tisch kommt, ist spitze!

Bei den Junioren Bruno und Michael und ihrem Gefolge, die sich um Ihr Wohl kümmern, eine Selbstverständlichkeit.

Meine sehenswerten, geschmiedeten Pforten öffne ich um 10 Uhr, und schieße sie um 24 Uhr;
Sie können also durchgehend gut essen und gut trinken, und aus dem reichhaltigen Angebot meines Weinkellers selbst wählen;
Weine mit nach Hause nehmen, oder den Wein Ihrer Wahl in dieser historischen Umgebung genießen.

Den Wein finden Sie unter der Kirche; ein idealer, kühler Platz zum Lagern.

Schließlich ist da noch mein einmalig schöner Gastgarten mit südländischem Flair im Arkadenhof:
Nehmen Sie Platz in den nicht alltäglichen, geschmiedeten Stühlen und genießen Sie, bei entsprechender Witterung, mein gastronomisches Angebot.

Das bin ich in groben Zügen.

Kommen Sie doch einfach vorbei, um mich persönlich kennen zu lernen.

Zuletzt geändert: 27.12.2010, 14:54:29 von Bruno Biernath