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Anno
1159 -
Es
ist die Zeit des Kampfes um die Vorherrschaft zwischen
Kaisertum und Papsttum.
Dieser
Kampf wird auch in Hall ausgefochten. Hall geht dabei öfters
in Flammen auf, und damit auch viele Dokumente.
Hall
steht um diese Zeit unter grundherrschaftlicher Oberhoheit des
Erzbischofs von Salzburg.
Heinrich,
der Löwe (1129 – 1195), Herzog von Bayern und Sachsen
versucht die Erzbischöfliche Macht in Hall zu beschneiden. Er
zieht, als der Hallgraf Gebhard 1169 stirbt, dessen Grafschaft
an sich.
Diese
erzbischöflich-salzburgische Macht über Hall beendet der
bayrische Herzog Ludwig I. (1183-1231), und macht sie zu einer
bayrischen Stadt.
Dies
führt zu schweren Auseinandersetzungen zwischen den Haller
Bürgern und dem Salzburger Erzbischof Adalbert III.
Weil
die Haller Bürger dem salzburger Erzbischof Adalbert III. den
Salzzehent und weitere Abgaben verweigern, läßt dieser 1196
Hall plündern und niederbrennen.
Der
Mährische Bischof Bruno von Olmütz läßt Hall 1266 in
Flammen aufgehen, nachdem der Baiernherzog Heinrich XIII.
Salzburgisch-Erzbischöfliche, befestigte Stützpunkte im
Haller Talkessel zerstört hatte.
1510
wird Hall in zwei unabhängige Amtsbereiche eingeteilt: Saline
und Stadtverwaltung. Die Salzsiederfamilien verlieren somit
ihre Existenz und ihren Einfuß. Die Herzogliche Saline
wird von einem Salzmeier und Pfleger verwaltet. Der
Verwaltungssitz ist Schloß Gruttenstein
Bis
1674 findet sich keine Urkunde, die dem St.Aegidi-Keller
eindeutig zugeordnet werden kann.
Im
ältestenn erhaltenen Steuerbuch der Stadt Hall von 1494 wird
der Name Oswald Guknberger geführt, „Bierbräuer und
Schenk“ im Thumer-Viertel (die Häuserzeile um die
Aegidikirche beim Alten Markt, die von Kaufleuten bewohnt war
und die unter der Herrschaft des Erzbischöflichen Domkapitel
Salzburg stand).
Es ist
anzunehmen, daß Oswald Guknberger ein Nachfolger von Loubecce
war.
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Jahr
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Name
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Besitzer
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Baumaßnahmen;
Ereignisse; Bemerkungen
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1674
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Kasererbräu
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Josef
Kaserer; Maria Eßlinger
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mit
Brauerei; Es ist der älteste bekannte Name,
festgehalten in einem Kaufbrief
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1771
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Kaltnerbräu
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Familie
Kaltner
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mit
Brauerei
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1834
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Stadtbrand;
Aegidikirche mit Turm werden schwer beschädigt
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1862
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Kaltnerbräu
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E.
Geyeregger
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mit
Brauerei
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1872
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Russischer
Hof
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Ludwig
Rumpf, mit Ehefrau Franziska Wassermann
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mit
Brauerei; 1887 Umbau der Brauerei; Beseitigung des
Grabendaches im Bräuhaus mit Aufbau eines III. Stockes;
1888 neuer Speisesaal mit glasüberdachter Veranda zur
Poststraße hin; 1893 Wagenremise
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1898
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Kaiserhof
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Max
Beer
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mit
Brauerei
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1904
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Kaiserhof
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Josef
Pollath
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Keine
Brauerei mehr
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1905
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Russischer
Hof
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Rumpf
und Pschorr
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1906
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Russischer
Hof
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Nikolas
Michael
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1908
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Hessischer
Hof
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Johann
Rübsamen
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Einbau
von Läden und Magazinen zur Poststraße hin; 1909 brennen
Wohnhaus und Gasthaus ab; 1910/11 Einbau von Läden und
Bädern
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1913
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Russischer
Hof
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Rudolf
Stocker
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Einbau
von Kegelbahn und Closet; Einbau eines Kinos bleibt ein
Plan
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1914
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Kaiserhof
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Jojann
Pollath; königl. Inspektor Jägerhuber; Globus GmbH
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1922
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Hotel
Deutscher Hof; - Reichenhaller Hof
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Hans
Naaf, Stadtbaumeister von Salzburg
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Plant
ein Kino mit 177 Sitzplätzen, 60 auf der Galerie. Der Plan
wird 1923 genehmigt, aber Konzession und Betrieb nicht
erteilt. 1925 Ausbau des St.Aegidi-Kellers
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1978
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Abbruch
und Neubau des Reichhaller Hofes durch die EWO KG. Abbau
des einsturzgefährdeten Turmes der Aegidikirche und
Wiederaufbau
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1978 1980
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Am
22.11.1978 erwirbt Bruno Biernath, die unter Denkmalschutz
gestellte, historisch Bausubstanz des Russischer Hofes, den
St.Aegidi-Keller, und baut ihn nach seinen Plänen und
Entwürfen aus.
Die
Eröffnung ist am 06.09.1980.
Oberbürgermeister
(!) Neumeier weist die persönliche Einladung
von Bruno Biernath zur Eröffnungsfeier brüsk
zurück: „Dieses
Lokal werde ich als Privatmann nie
betreten!“
(?) rief er und noch einiges mehr.
Mehr
dazu......
Doch
stattdessen durfte die Feuerwehr am Eröffnungstag (ein
Samstag!) probehalber die benachbarte Aegidi-Kirche
„löschen“. Das „Löschwasser“ wurde dabei auch
kräftig und „versehendlich“ über das Kirchendach in
den voll besetzten Gastgarten gespritzt, sodaß die Gäste
fluchtartig den Garten verlassen mußten. - Ein Schelm,
wer Böses dabei denkt........
Die
Katholische Kirche, vertreten durch Pfarrer Eisele, die den
St.Aegidi-Keller auch gerne gekauft hätte (so Pater
Prior), um in den Besitz des Kirchenkellers zu kommen,
reicht deshalb Klage ein bei Gericht.
Die
Kirche ist der Auffassung, Bruno Biernath besitzt den
Kirchenkeller zu Unrecht.
Den
fünf-jährigen Streit beendet das Oberlandesgericht
München und bestätigt Bruno Biernath den rechtmäßigen
Besitz des Kirchenkellers.
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Zuletzt
geändert: 11.12.2010,
13:29:50
von Bruno Biernath
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